Spaghetti mit Sardellen

Wie ich mir mit Spaghetti mit Sardellen und Kapern meine Italiensehnsucht stille

Meine Verbundenheit zu Italien ist groß. Wenn ich also dieses Ziehen in mir spüre mit den Erinnerungen an entspannte Abende nach einem Strandtag, denke ich auch sofort an diesen simplen, aber umwerfend guten Teller: Spaghetti in Tomatensugo mit Sardellen und Kapern.

Es ist eine vereinfachte Version der berühmten Spaghetti alla Puttanesca (bei mir fehlen Knoblauch und Oliven) und doch habe ich eigentlich meist sogar alles zu Hause für das spontane Italiengefühl. Es ist eine Kombination aus begnadet guten handgemachten Spaghetti mit einer perfekten Textur und Farbe, in die man sich nur verlieben kann und dem süß-salzigen Sugogeschmack, der an der rauen Oberfläche der Pasta besonders haftet.

Den Teig sich unter den Händen entwickeln lassen, das Semola in die Teigstruktur einreiben und diese sprachlose machen Spaghetti vorbereiten, entspannt mich bereits. Es bringt mich sofort in eine der Küchen, in denen ich in Italien bereits Pasta machen durfte. Der Duft von Tomaten und Basilikum weht durchs Haus, die italienischen Wörter, die vor dem Haus immer wieder zu hören sind und dieser sanfte Wind, der auf der Haut zu spüren ist.

Pastateig
Handegmachte Spaghetti
Spaghetti mit Sardellen

So schmeckt Italienglück

Die Gabel in diesen Teller pures Italienglücks zu drehen, den ersten Bissen im Mund zu haben, das sind die schönsten Momente des Tages. Hach, ein Schuss von dem Rosè und schon fühle ich Dolce Vita oder sogar Dolce far niente.

Ich habe so viele Reiseerinnungen, die mich mit diesem Gericht verbinden. Eine bringt mich in die Maremma, an die südtoskanische Küste. Auch wenn das Gericht aus der neapolitanischen Küche kommt, habe ich Spaghetti Puttanesca in Castiglione della Pescaia genossen. Meine Reise führte mich damals durch herrliche Weinberge, durch Städte wie Montalcino und Montepulciano, zwischen Weinverköstigung, Seele baumeln lassen, den Duft von Olivenöl und Rosmarin und der sehr bodenständigen Küche dort.

Jeder Gabelbissen bringt mich zu meinen schönsten Reiseerinnerungen wie etwa in die Toskana

Es bringt mich auf das Weingut zwischen Grosseto und Montalcino, wo ich Seite an Seite ganz privat mit der Köchin des Hauses außerhalb ihrer Arbeitszeit nach altem Familienrezept lerne Pici zu rollen. Ihre Hände wussten genau, wie der Teig sich anfühlen muss, wann er Ruhe braucht und wann er bereit ist, in lange, unperfekt schöne Stränge gerollt zu werden. Das alles durfte ich von ihr lernen vor atemberaubender Kulisse und in einer wundervollen Begleitung. (Für einen Unterkunfttipp, schau mal in diesem Beitrag.

Stefanie Toskana Weingut Pici rollen

In Castiglione della Pescaia gönnte ich mir einen herrlichen Strandtag als Auszeit, salzige Haut, Sonne auf der Nase, einen Bummel durch die engen Gassen hinauf zum Castello. Und einem leichten, späten Pranzo mit Blick aufs Meer – einfach, glücklich, hungrig vom Tag.

Genau dieses Gefühl steckt für mich im Gericht: Meer, Sonne, Handwerk und die leise Erinnerung daran, dass die besten Gerichte oft dort entstehen, wo man sich Zeit nimmt.

Pasta con Passione Kochbuch
Mehr von der Südtoskana inklusive Pici Rezept, vor allem aber die Grundlagen handgemachter Pasta lernst Du in meinem Pastakochbuch „Pasta con passione“

Es ist ein Teller voll Meer, Sonne, Handwerk, aber auch Ankommen und Seele baumeln lassen

Dieser Teller voll handgemachter Spaghetti vor mir zu Hause auf dem Tisch ist ankommen und einfach Seele baumeln lassen. Es schmeckt nach Erinnerungen ans Meer, an den Espresso in der Strandbar und den Apero auf der Piazza, Tanz und Musik in den Straßen auf dem Nachhauseweg und dem Sand zwischen den Zehen der Sandalen.

Und das großartige daran ist: Diese Pasta inklusive Sugo zu machen braucht keine jahrelange Küchenerfahrung. Andiamo, wir legen los.

Wenn du Lust hast, in kleiner Runde zu lernen, worauf es bei gutem Pastateig wirklich ankommt, wie verschiedene Teige entstehen und welche Geschichten und Traditionen in Italiens Küchen dahinterstecken, dann schau unbedingt in meinen Pastaworkshops vorbei.

Dort kneten, formen und genießen wir gemeinsam – mit Zeit, Herz und ganz viel italienischem Lebensgefühl.

Kulinarischer Sprachkurs und Pastaworkshop Tortellini

Fehlt Dir noch das passende Pastazubehör?

Brauchst Du noch eine Pastamaschine, mit der Du auch gut die Spaghetti schneiden kannst? Diese folgenden Produkte kann ich Dir bei Amazon empfehlen. (Dies sind Amazon-Partnerlinks, das heißt beim Kauf eines der Produkte erhalte ich eine kleine Provision. Damit kann ich diese Website mit frischen Rezepten und Foodstories betreiben). Diese beiden Pastamaschinen verwende ich selbst: Springlane-Maschine: https://amzn.to/49meIIs oder etwas teurer in Silber https://amzn.to/4fDI3BB. und die italienische Marcato-Maschine: https://amzn.to/49pqTnV. Letztere hat eine Walzenstufe mehr und ist die führende Pastamaschinenmarke in den italienischen Haushalten.

Du hast noch kein Pastabrett. Ein kleines, günstiges Bambusbrett ähnlich der Bretter, die ich für meine Pasta-Workshops verwende ist dieses hier: https://amzn.to/47lHWrq. Ein ebenfalls kleines Anfängerbrett aus Bambus, jedoch etwas stärkere Qualität ist dieses hier: https://amzn.to/3MFaQJB. Wenn Du auf der Suche nach einem etwas größeren, unbehandelten Naturholzbrett bist, schau Dir dieses einmal an: https://amzn.to/4el3erD. Mehr Zubehörtipps findest Du in diesem Beitrag.

Jetzt aber los.

Wie ich mir mit Spaghetti mit Sardellen und Kapern meine Italiensehnsucht stille

Schwierigkeit: einfach
Portionen

1

Portionen
Zubereitungszeit

1

Stunde 
Kochzeit

10

Minuten

Dieser Teller handgemachter Spaghetti in Tomatensugo mit Sardellen und Kapern ist simpel, aber umwerfend gut und hilft sofort gegen Italiensehnsucht.

Zutaten

  • Für den Pastateig pro Portion:
  • 110 g Semola, 55 ml Wasser, 1 Prise Salz

  • Für den Sugo pro Portion:
  • 120 ml stückige Tomaten (oder 4 Cocktailtomaten und einen EL Tomatenmark, wenn Du den Sugo selbst kochen möchtest)

  • 40 g Sardellen

  • 1 EL Kapern (eingelegt)

  • Olivenöl, etwas frische Petersilie, Salz

Und so geht es

  • Für den Pastateig drücke in das Semola eine Mulde, füge Wasser und Salz hin und knete einen glatten, geschmeidigen Teig. Zum Ende hin den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie oder anders abgedeckt rund 30 Minuten ruhen lassen.Pastateig
  • Danach den Teig ausrollen. Lasse ihn dabei etwas dicker, also bei einer 9stufigen Maschine Stufe 6 von 9. Dabei immer wieder Semola hineinreiben. Mit dem Messeraufsatz der Pastamaschine Spaghetti schneiden und mit reichlich Semola bestreuen. Etwas antrocknen lassen bis zum kochen. Ohne Pastamaschine kannst Du den Teig falten und mit einem scharfen Messer in sehr dünne Spaghettistreifen schneiden.PastateigHandegmachte SpaghettiHandegmachte SpaghettiHandegmachte Spaghetti
  • Wasser für die Spaghetti mit reichlich Salz zum Kochen bringen. In Olivenöl in einer heißen Pfanne die Sardellen anbraten bzw. schmelzen. Die Tomaten hinzufügen. Ebenso die Kapern und die gehackte Petersilie. Den Sugo jetzt rund 7 oder 8 Minuten köcheln lassen. Falls nötig, etwas Salz dazugeben.
    Attenzione: Spaghetti brauchen maximal 1 Minute im Wasser, dann müssen Sie sofort in den Sugo gegeben werden. Mit etwas Pastakochwasser alles gut durchmischen. Sugo und Spaghetti schmiegen sich nun liebevoll an einander. Auf Teller anrichten und buon appetito.Spaghetti mit SardellenSpaghetti mit SardellenSpaghetti mit SardellenSpaghetti mit Sardellen

Noch mehr Spaghettiliebe?

Zum Schluss noch eine kleine Verneigung an die Spaghetti. Sie wirken so elegant und einfach auf dem Teller – und verlangen doch Gefühl, Geduld und ein gutes Gespür für den Teig. Wer sie von Hand macht, merkt schnell: Hier zählt nicht Perfektion, sondern Rhythmus, Zeit und das Gefühl für die richtige Teigkonsistenz. So entsteht Pasta, die Charakter hat.

Spaghetti Blumenkop-Parmesan-Sugo

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, noch tiefer in das Thema handgemachte Spaghetti einzutauchen, findest du hier das nächste Rezept: Die Königsdisziplin: Handgemachte Spaghetti mit Blumenkohl-Parmigiano-Sugo. Eine kleine Ode an Spaghetti – mit noch mehr Tipps, Teiggefühl und italienischer Küchenliebe.

Und wenn du regelmäßig neue Pastarezepte, Geschichten aus Italiens Küchen und Einladungen zu meinen Workshops bekommen möchtest, trag dich gern in meinen Newsletter ein. So kommt ein Stück Italien direkt in dein Postfach.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert