Ein Pastateller voller Frühling, Tradition und Geschichte, dass sind Spaghetti alla chitarra con pesto genovese. Schmeckst Du den Frühling? Riechst Du ihn? Bei diesen warmen Sonnenstrahlen der letzten Woche explodiert geradezu die Natur in Grün. Passend dazu hatte ich auch richtig Lust auf Frühling, sattes Grün und frischen Kräuter auf meinem Teller, natürlich gepaart mit purem Handwerk von seiner schönsten Seite. In der Küche lachte mich die Reste meines Basilikum-Bundes vom Pastaworkshop an. Schon rieb ich die Hände aneinander in purer Vorfreude auf einen Teller voller Tradition und Frühlingsfrische: handgemachte Spaghetti alla chitarra con pesto genovese.


Von den Abruzzen über Genua bis an den Gardasee
Die Pasta alla Chitarra aus der sehr grünen Region Abruzzen ist ein einmaliges Juwel in der Pastaküche Italiens. Mit diesem Webrahmen kannst so richtig schön die schon Mehlbestäubte Schürze umlegen und Pasta von Hand herstellen, die voller Tradition, Geschichte und Geschmack ist.
Mit dem Pesto alla genovese reisen wir dagegen ins schöne Ligurien und deren geschichtsträchtige Hauptstadt Genua. Hier ist das Pesto zu Hause mit tausenden von Basilikumfeldern vor der Tür, deren Duft sich mit dem Duft des Meeres und den alten, engen Altstadtgassen mischt.
Ich halte direkt meine Nase in die frischen Blätter des Basilikums, schließe die Augen und atme tief ein. Herrlich. Wusstest Du, dass ursprünglich in Genua zu Pinienkerne und Basilikum Pecorino Sardo statt Parmigiano Reggiano für das klassische Pesto verwendet wurde? Das lag daran, weil Sardinien einmal zu Ligurien gehörte und erst später eigenständig wurde.
Im Laufe der Zeit verschwand dann auch der Pecorino aus dem Pesto. Heute verwenden die Menschen in Genua Parmigiano Reggiano, gern einen länger gereiften und geschmacklich würzigeren in ihrem Pesto. Da ich auch davon noch einen Rest vom Pastaworkshop habe, wird es in der Tat die klassische Pestovariante.

Lieblingsstücke aus Italien mit Geschichte
Was mich neben der Chitarra auch noch zum Lächeln bringt, ist meiner Olivenholzmörser. Den habe ich mir aus dem Olivenölmuseum, Oleificio Cisano, am Gardasee mitgebracht. Ich hatte mich direkt in dieses Exemplar mit einer richtig dicken knorrigen Verzweigung verliebt. Was hat dieser Olivenbaum/ Zweig wohl schon erlebt? Er hat Ecken und Kanten voller Leben und voller Geschichte.
Genauso wie meine Pasta es hat. Es hat die Zeit überdauert, den Jahreszeiten und bestimmt auch Wind und Regen getrotzt, Hitze im Sommer und hoffentlich dennoch feinste Oliven für das gute Olivenöl vom Gardasee gegeben. Und jetzt darf es bei mir weiterleben und ohne Maschinenkraft in Einklang mit der Natur und con passione mir heute beim Pesto helfen. Bei jedem Mörserstoss träume ich mich zurück an den Gardasee, an eine Stelle mit vielen, richtig knorrigen Olivenbäumen und Blick auf den sich öffnen See mit den dahinterliegenden Bergen.
Ein Teller Pasta, der voller Seele Italiens ist
Apropos Olivenöl. Das Öl, welches ich verwendet habe, stammt wiederum von den Olivenbäumen der Familie meiner Freundin am Gardasee. Wenige Flaschen gibt es jedes Jahr und manchmal bekomme ich eine davon mit nach Hause. Dieses Gold also habe ich benutzt um ein Pastagericht zu zaubern, welches voller Italiens Seele ist.
Was für ein toller Tag: Bei feinstem Sonnenschein, die Vögel zwitschern draußen um die Wette, die Krokusse strecken ihre bunten Köpfe fröhlich hinauf und ich häufe mein Mehl auf, knete den Teig per Hand und rollen ihn auch per Hand aus. Diese Zeit ist absolute Entspannung für mich. Ich liebe es einfach.
Da vergesse ich sogar die Zeit. Während die schon leicht warme Sonne langsam in mein Fenster scheint, schnappe ich mir die Pasta-Chittarra aus den Abruzzen und los gehts, mit dem feinen Handwerk, was mich mit kantigen, großartigen, dicken Spaghetti beschenkt. Während die ersten Spaghettistränge durch die Saiten fallen, leuchtet die Sonne auf mein Pastabrett und taucht alles in ein goldenes, warmes Licht. Es werden Spaghetti, die leuchten wie die Sonne und schmecken wie der Sommer in Italien.


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Mehr Rezepte und Pasta-Unterstützung
Weitere Chitarra Rezepte findest Du hier oder hier. In meinem Pastakochbuch „Pasta con passione“ habe ich die Chitarra auch als Kapitel und Du lernst Schritt-für-Schritt die Grundlagen der handgemachten Pasta. Die lernst Du natürlich auch in meinen Workshops. Du hast eine Chitarra und magst lernen, wie Du damit die beste Pasta wie in den Abruzzen machst? Eine Idee wäre da doch einen individuellen Workshop online oder live in Darmstadt oder Landau mit mir, Deinen Freundinnen oder Deiner Familie und Deiner Chitarra auszumachen. Hast Du Lust? Dann melde Dich einfach bei mir.

Bist Du bereit für das Rezept? Andiamo! Wir machen Spaghetti alla Chitarra con pesto alla genovese:
Ein Pastateller voller Frühling, Tradition und Geschichte: Spaghetti alla chitarra con pesto genovese
1
Portionen1
Stunde30
Minuten5
MinutenZutaten
- Für die Pasta (pro Portion)
70 g Farina Typ 00 (Weichweizenmehl), 30 g Semola (Hartweizenmehl), ein Ei Größe M, eine Prise Salz, einen Schuss Olivenöl
- Für das Pesto (für 2 Portionen)
1 Knoblauchzehe (optional)
1 Bund Basilikum
Einen Löffel Pinienkerne
40 g Parmigiano Reggiano
Zirka 75 ml Olivenöl
Und so geht es
- Für Pasta alla Chitarra werden inwischen verschiedene Pastateige verwendet. Traditionell ist es ein Teig aus Mehl und Ei. Ich mische etwas Hartweizenmehl unter für eine rustikalere Struktur. Dafür das Farina und Semola mischen und auf die Arbeitsfläche aufhäufen. Eine Mulde in die Mitte geben, Ei, Salz und einen kleinen Schuss Olivenöl hineingeben. Das Ei verquirlen und dann das Mehl von innen nach außen einarbeiten. Langsam einen glatten, geschmeidigen Teig kneten (10 Minuten mindestens). Zu einer Kugel formen und rund 30 Minuten ruhen lassen (in Frischhaltefolie gewickelt).
- Für das Pesto: Das Basilikum fein abtupfen oder schnell abwaschen und gut trocknen lassen. Pinienkerne in der Pfanne ohne Öl eine Minue anrösten (optional kannst Du das rösten auch weglassen). Knoblauchzehe, Basilikumblätter und Pinienkerne in den Mörser geben. Den Parmesan fein hineinreiben. Nun alles gut zerstoßen. Mit Olivenöl aufgießen. Passe dabei die Menge Deinem Geschmack an. Das heißt, gib so viel Olivenöl hinzu, bis es Deine Lieblingscremigkeit erreicht hat. Das Pesto abdecken und im Kühlschrank durchziehen lassen.
- Rolle jetzt den Pastateig aus. Dies kannst Du per Pastamaschine tun oder per Matarello. Per Holz und Hand ist es natürlich die bessere Wahl für eine großartige Teigstrukur. Für Pasta alla Chitarra brauchst Du den Teig auch nicht hauchdünn ausrollen, 3 mm sind ok.
Schneide Dir den Teig für die Größe der Chitarra zurecht, lege eine Teigplatte auf und rolle mit dem Matarello darüber, bis die Saiten die Pasta schneidet. Sind sie nicht ein Traum? Gib Mehl dran und lass die Pastastränge an der Luft seicht antrocknen. - Einen großen Topf Wasser mit Meersalz für die Pasta zum Kochen bringen. Die Pasta braucht zirka 2 bis 3 Minuten bis sie fertig ist. Das Pesto in eine Schale geben. Die Pasta direkt aus dem Kochwasser in das Pesto geben. Ich mische dies immer gern mit einer Kelle Pastakochwasser. Auf Tellern anrichten und genießen.
Rezept-Video
Noch mehr Inspiration?
Du liebst Pesto? Du liebst Ligurien? Dann ist das Rezept für Thymian-Corzetti mit Pesto ein Rezept, welches Du nicht verpassen möchtest. Wenn Du ein ganze besonderes Rezept für die Pasta alla Chitarra kennen lernen magst, schau mal hier rein.
Meine Tipps für das Pastazubehör hast Du oben im Text bereits bekommen und auch meine Empfhehlung für mein Pastabuch „Pasta con passione“. Solltest Du vielleicht zufällig Gardaseefan sein, dann stöbere doch mal in meinem Buch „Pasta tradizionale del Lago di Garda“.


Ich freue mich sehr auf Dich in meinen Pastaworkshops, online oder live in Darmstadt oder Landau. Für einen individuellen Workshop – vielleicht mit Deiner neuen Chitarra – schreib mir gern und erlebe feinste Pasta von Hand gemacht und eine unvergessliche, genussreiche Italienauszeit.
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