Eine Pasta zum Feiern: Corzetti sind mehr als nur Pasta. Sie sind ein Stück ligurischer Identität mit meinem Sugo aus dreierlei Tomaten, Knoblauch, Olivenöl und Basilikum wird es zu einer kleinen Reise – dorthin, wo das Meer auf die Berge trifft, wo Olivenhaine und Weinreben die Hänge säumen und wo jede Mahlzeit ein Stück Geschichte erzählt. Reise mit mir ins ehrwürdige Imperia oder das imposante Genua und entdecke feinsten Pastageschmack mit dem fruchtig-aromatischsten Sugo, der Dich maximal verwöhnt.
Corzetti, ich liebe sie. Diese kleinen, runden Teigscheiben, die sorgfältig ausgestochen und mit einem Holzstempel geprägt werden sind bodenständig genauso wie kunstvoll. Durch die Stempel sind sie auch richtig vielfältig. Und weißt Du was, es ist ein Rezept, welches für Anfänger wie Fortgeschrittene geeignet ist, für die Feierabendküche genauso wie für die Datenight.



Eine Pasta, die Geschichten sammelt
Diese Pasta ist für mich besonders, weil sie richtig alt ist und Du weißt, ich liebe Pasta mit einer langen Geschichte. Sie überdauert schon Jahrhunderte. Wieviele Familien haben sie schon gemacht, wieviele Geschichten könnten die Pastataler wohl erzählen? Auch für meine Familie gibt es schon Geschichten, so wie kürzlich, als ich für meinen Papa diese Pasta gemacht habe, voller Herz und mit einem Keksausstecher aus Darmstadt. So wird eine einfache, handwerkliche und ehrliche Nudelsuppe zum Kunstwerk.


Städte wie Imperia und Genua waren schon von Anfang an Handelsstädte mit wohlhabenen Einwohnern. Noch heute kannst Du dieses Flair spüren, wenn Du beispielsweise in Porto Maurizio von der Hügelspitze vorbei an der Basilika und durch die engen Gassen spazierst, das Meer schon in der Nase auf dem Weg bis hinunter zum langgezogenen Yachthafen. Ein Hauch des führenden Handels und des Wohlstands liegt bei jedem Schritt noch in der Luft.


Zum Prägen wurden Münzen oder Stempel mit Familienwappen verwendet
In den Anfängen prägten die Köche mit Münzen die Pastastücke, später liesen sie Holzstempel mit dem Wappen der Familie dafür anfertigen. Heute gibt es Corzettistempel, meist mit floralem Muster. Ich habe einen mit einer bezaubernden Blume und einer Lilie. Aber auch ein Keksstempel für Weihnachtsplätzchen oder auch die Sommerkekse funktioniert. Der Durchmesser der Corzetti-Taler liegt bei 5 cm.
Der traditionelle Teig für Corzetti ist schlicht (Mehl, Salz und Ei), doch mit einem feinen Kniff: Ein Schuss Weißwein verleiht ihm eine besondere Geschmeidigkeit und ein zartes Aroma, das an die Weinberge oberhalb der Küste Liguriens erinnert.
Für Dich, die Datennight, den Feierabend, ein Fest, eine Pastasession mit Kindern – Corzetti sind vielfältig
Den Teig rollst Du nicht so dünn aus, so zirka 3 mm. Das geht auch prima mit einem Nudelholz. Und so ist diese ehrwürdige Pasta auch ohne Pastatools von Dir zur Hause leicht zu machen. Auch Kindern macht das Ausstechen und stempeln viel Spaß.
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Zu Ligurien gehört natürlich ein Pesto. (Hier entlang, wenn Du ein Corzettirezept von mit mir Pesto suchst). Richtig, richtig toll schmecken sie aber auch mit seinem Tomatensugo aus dreierlei Tomaten, die Du einfach selbst einkochst und mit etwas Knoblauch, Basilikum und Meersalz zu einer wahren Geschmackssensation bringst – einfach, günstig und auch in der Woche super gut machbar.
Also Pasta und Sugo gemacht und mit etwas Parmigiano Reggiano auf den Teller serviert und ahhh was für ein Aromenvielfalt. Bähm, eine volle Ladung Glücksgefühle.
Und noch ein Tipp: Du kannst die Pasta auch gut vorbereiten und trocknen. Die Kochzeit verlängert sich in diesem Fall.
Andiamo, lass uns diese Pasta entdecken.
Unkompliziert und doch raffiniert: Corzetti con pomodoro
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Portionen1
Stunde15
Minuten15
MinutenDas Pasta Rezept für Corzetti mit meinem Sugo aus dreierlei Tomaten, Knoblauch, Olivenöl und Basilikum wird zu einer kleinen Reise nach Ligurien.
Zutaten
- Für den Pastatteig:
150 g Mehl (Farina 00), ein Ei Größe M, eine Prise Salz, zirka 25 ml Weißwein
- Für den Sugo:
250 g Cocktailtomaten (gelb, rot, dunkelrot/braun)
Olivenöl, eine Knoblauchzehe, etwas Meersalz, ein paar Blätter Basilikum
einen Esslöffel Pinienkerne, ein Glas Weißwein
etwas Parmigiano Reggiano
Und so geht es
- Für den Teig das Mehl auf der Arbeitsfläche auffhäufen, eine Mulde in die Mitte drücken, Salz und Ei hineingeben und den Wein ebenso. Flüssigkeiten cremig verrühren, das Mehl nach und nach einarbeiten und so bald möglich, mit Kneten anfangen. Mit den Händen einen glatten, geschmeidigen Teig kneten, zu einer Kugel geformt in Frischhaltefolie mindestens 30 Minuten ruhen.



- Pinienkerne ohne Öl kurz in einer Pfanne anrösten. Herausnehmen und zur Seite stellen.
Tomaten waschen, den Strunk herausschneiden und einritzen. Knoblauchzehe schälen und andrücken. Diese mit Olivenöl kurz anbraten, die Tomaten hinzugeben. Mit Wein angießen und mit einer Prise Salz einige Minuten köcheln. Wahlweise die Haut abziehen und mit einer Gabel die Tomaten zerdrücken oder die Haut dran lassen und zerdrücken. Basilikum klein rupfen und mit den Pinienkernen in die PFanne geben. Die Pfanne vom Herd nehmen und zur Seite stellen. Sugo ziehen lassen.

- Den Pastateig ausrollen bis er zirka 3 mm dick ist. Rund 5 cm runde Teigkreise ausstechen und stempeln. Für die Pasta einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Salzen. Kochzeit beträgt rund vier oder fünf Minuten.






- Wenn die Pasta kocht, die Pfanne mit dem Tomatensugo wieder erhitzen. Pasta mit etwas Pastakochwasser dann dazugeben und alles mischen. Mit frisch geriebenen Parmigiano Reggiano servieren.


Rezept-Video
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