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Italienische Küche und Reisen

Wenn dich das Fernweh packt: mein virtueller Altstadtrundgang durch Castelsardo auf Sardinen

Wer wie ich Fernweh hat, den nehme ich heute mit auf einen virtuellen Altstadtrundgang nach Castelsardo auf Sardinen. Bummel mit mir durch die kleinen, gewundenen Gassen. Der Kern dieses urigen Städtchens liegt oben auf einem Hügel auf einer Halbinsel, der Aufstieg ist daher etwas beschwerlich, lohnt sich aber auf jeden Fall. Für alle, die bergauf nicht so fit sind, fährt ein kleiner Bus bis an den Rand. Die Altstadt selbst mit den kleinen schmalen Gassen ist komplett autofrei. Ich nehme dich heute am Sonntag einfach virtuell vom heimischen Sofa aus oder vom Liegestuhl auf Terrasse oder Balkon mit auf den kleinen Stadtrundgang. Vielleicht verzaubere ich dich damit und du setzt Castelsardo auf deine Reiseliste.

Ausblick von der Festung aus
Toller Ausblick von der Festung auf den Hafen und das Meer
Altstadtgassen Castelsardo
Schmale Gassen, viele Treppen, aber immer wunderschön
Die Katherdrale immer im Blick
Die Kirchtürme sind immer im Blick.

Malerische Gassen und traumhafte Aussichten – Herz was willst du mehr

Ich gehöre ja nun mal zu den Menschen, die wenig Spaß daran haben, stundenlang durch Städte zu rennen, sich zig Museen und Kirchen anzuschauen und gefühlte hundert Geschäfte anzuschauen. Ich bin gern draußen, habe gern viel Ausblick und habe es eher etwas gemütlicher. Castelsardo ist dafür absolut perfekt. Die Altstadt ist einfach malerisch, klein und wunderschön und verwöhnt mit traumhaften Ausblicken in alle Richtungen. Hier kann man gemütlich durch die Gassen schlendern, einen Cappucchino schlürfen, in dem einen oder anderen kleinen Geschäft stöbern, bestes italienisches Gelato schlecken und diesen Ausflug perfekt mit der nächsten Bucht und einem Nachmittag am Meer verbinden. Castelsardo liegt im nord-westlichen Zipfel von Sardinien, ca. 30 Kilometer von Sassari entfernt, auf einer kleinen Halbinsel. Die Stadt hat rund 5.700 Einwohner. Im neueren, modernen Teil gibt es Restaurants, Cafes und Geschäfte. Diese habe ich jedoch ehrlicherweise links liegen gelassen, denn die historische Altstadt ist wirklich wunderschön. Ganz oben thront die Festung mit dem Museum für mediterrane Flechtkunst. Sie kostet ein paar Euro Eintritt, ist aber das Geld wirklich wert. Von ganz oben gibt es die besten Ausblicke bis nach Korsika und ins Inland von Sardinien. Castelsardo ist berühmt für das Handwerk der Flechtkunst. Daher gibt es wirklich Beeindruckendes im Museum zu sehen. Bereits auf dem Weg dorthin kann man vor den kleinen Geschäften auch Frauen beim Flechten zu sehen. Damit verbunden auch der Tipp: Geh ruhig rein in die Geschäfte, hier lässt sich das ein oder andere Mitbringsel für sich selbst oder die Lieben zu Hause finden, welches wirklich für Sardinien steht und auch zu Hause genutzt werden kann ohne einzustauben. Zwei Kathedralen liegen ebenso in den alten Gassen, deren Türme von überall zu sehen sind. Bei meinem Ausflug waren beide geschlossen. Der Reiseführer sagt, dass beide von innen sehenswert sind.

Wohl auch von innen sehr sehenswert, aber auch von außen toll.
Altstadtgassen Castelsardo
Italienisches Flair weht überall durch die Gassen
Capucchino mit Aussicht
Bei einer Pause mit Cappucchino die Aussicht genißen: Unbedingt in Castelsardo!

Den Ausflug mit Baden im Meer verbinden? Auf jeden Fall!

Am besten du suchst dir einen schönen Platz für eine Pause mit Aussicht. Du kannst auf der einen Seite bis zum Hafen sehen, davor ist noch ein Überbleibsel eines alten Wehrturms und in die andere Richtung den kilometerweiten Küstenstreifen, an dem sich ein Strand an den anderen reiht. Hier kannst du ganz wunderbar im Anschluss an den Besuch baden gehen. Tatsächlich sind die Wellen etwas höher, da es eben keine geschützten Buchten sind, aber tatsächlich fand ich einen schönen Bereich mit sehr weitem flachen Wasser, bei der auch ich gut im Meer schwimmen konnte. Es gibt zwar auch eine kleine Bucht am Fuße des Hügels, allerdings ist dieser Abschnitt wirklich sehr klein und weniger malerisch als die weiten Strandabschnitte ein paar Kilometer außerhalb. Ich hatte eine etwas längere Anreise von unserem Standort, weshalb ich mich auf Grund der Fahrzeit einschränken musste. Wenn du also etwas mehr Zeit für Castelsardo hast empfehle ich dir die Wege unterhalb der Altstadt am Küstenstreifen zu erkunden. Das habe ich bei meinem nächsten Sardinientrip auf jeden Fall vor, da der Ausblick darauf allein schon traumhaft war.

Castelsardo Festungsgraben
Wer etwas mehr Zeit mitbringt….
Festungsgrbane Castelsardo
… kann an der Küste wunderbar spazierengehen.
Festung Castelsardo
Das Museum lohnt sich
Seitengassen
Seitengasse hinunter zum Wall
Ristorante in der malerischen Altstadt
schlendern …
Altstadtgassen
… durch die Altstadt

Ich empfehle den Besuch in der Altstadt von Castelsardo eher auf den Vormittag zu legen, da der Aufstieg, aber auch der Bummel durch die durch viele Treppen gesäumte, Altstadt recht anstrengend wird, wenn die Sonne ziemlich heiß scheint. Das Parken in der Saison könnte etwas lästig werden. Ich war in der Nebensaison in Castelsardo. Jeweils an beiden Ortseingängen gibt es große Parkplätze und auch an der gesamten Uferpromenade sind zahlreiche Parkplätze vorhanden, allerdings in der Saison sind diese alle kostenpflichtig. Außerhalb der Saison kannst du hier ganz entspannt parken, an der Uferpromenade entlang schlendern und durch den modernen Teil bis hinauf in den historischen Kern spazieren und ausgestattet mit dem besten Gelato auch den Rückweg so bestreiten. Ich fand diesen Weg herrlich.

Die Autorin bei der Arbeit
Fotogener Blick auf die Altstadt von Castelsardo und die Festung
Meer
Traumhafter Badeausflug ein paar Kilometer Richtung Osten von Castelsardo aus
Strand vor Castelsardo
Kilometer lange Sandstrände warten auf dich.

Fotofelsen: der Besuch des Roccia dell’ Elefante

Noch ein Tipp: Schau dir auch unbedingt den Roccia dell’ Elefante an. Dieser Felsen steht direkt an der Landstraße SS 134 ungefähr 5 Kilometer vor Castelsardo und sieht wirklich aus wie ein Elefant. Er ist gut ausgeschildert, aber eigentlich wirklich nicht zu verfehlen. Ich selbst saß im Auto auf der Suche nach dem Elefanten als er plötzlich wirklich direkt an der Straße vor mir auftauchte. Es ist wohl eines der bekanntesten und beliebtesten Fotomotive Sardiniens. Es gibt keine Parkplätze und rund herum gibt es auch wirklich nur die Landstraße, aber dadurch hast du auch nur einen kurzen Stop und kannst am Straßenrand einfach halten. Im Sommer kann ich mir die vielen Touristenbusse gut vorstellen. Das dürfte dann eine weniger schöne Erfahrung sein. Ich war mit meiner Begleiterin und einem Paar aus Österreich die einzigen Besucher, so dass wir gegenseitig viel Zeit und Platz zum gucken und Fotos hatten. Wichtig zu wissen auch wenn man daran gut rumklettern kann und Fotosessions abhalten, rund 750 Jahre vor Christus wurde dieser Felsen für die Beisetzung von Urnen benutzt.

Elefantenfelsen
Sehenswert: Roccia dell’ Elefante
Roccia dell’ Elefante
Ein sehr beliebtes Fotomotiv, der Roccia dell’ Elefante 😉

4 Kommentare

  1. Ich komm mit

  2. Oh bellissimooooo! Nach Sardinien wollte ich schon lange wieder, das letzte Mal ist schon fast 10 Jahre her. Und die Elefantenfelsen habe ich bei meinem letzten Besuch in Castelsardo auch nicht gesehen… Grazie per il viaggio e saluti – Julia

    • fraufritzsche

      24. Oktober 2020 at 13:17

      Ein wunderschöner Ort. Sardinien hat so viel zu bieten, da kannst Du in dieser Rubrik über den Winter so einige Juwele noch erwarten 😉

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