Datenight. Heute habe ich ein Date mit mir selbst. Damit mein Körper im Training wieder alles geben kann verwöhne ich ihn mit leckerem, gesunden mit Liebe gemachtem Essen. Allein bei dem Anblick dieser Pasta schüttet mein Körper Glückshormone aus und erst wenn ich rieche und schmecke … Hach. Herrlich. Sich selbst etwas Gutes tun lohnt sich immer. Ich habe mich bei diesem Gericht von „Jamie Oliver kocht Italien“ inspirieren lassen.

Heute verreise ich also mal wieder in das Herz der italienischen Küche und bringe die südländische Leidenschaft für gutes Essen Mitten nach Deutschland. Mit dem folgenden Rezept habe ich mich völlig in der italienischen Küchenphilosophie verloren und einen herrlichen Tag angefangen beim einkaufen der wertigen Zutaten über das schnippeln, köcheln und beim Genießen der Speisen verbracht. Gemäß der italienischen Esskultur nicht einen großen, vollen Teller auf den Tisch zu stellen sondern durch verschiedene Gänge das Essen wertzuschätzen besteht mein heutiges Rezept aus Sardellen auf Ruccola als Vorspeise und selbstgemachte Spagetti mit Ofengemüse. Die Gerichte sind unkompliziert, das Geschmackserlebnis ist großartig. Wenn es etwas schneller gehen soll, kannst du natürlich auch zu den Fertig-Spaghetti greifen. Ich empfehle in diesem Fall zur Wahl der Vollkornvariante.

Zutaten für zwei Portionen:

Für die Pasta:

70 g Mehl
70 g Semola oder deutscher Hartweizengries
2 Eigelb
etwas Wasser (je nach Teigkonsistenz)
1-2 EL Ricotta
schwarzen Pfeffer

Ofengemüse:

200 g Paprika (rot und gelb)
200 g Aubergine
1 Zitrone
1 EL hochwertiges natives Olivenöl
frische Kräuter (Thymian, Rosmarin, Majoran)

Für den Salat:

150 g Rucola
100 g Sardinen oder alternativ Sardellen (frisch oder Dose)
50 g Kapern
1 EL hochwertiges natives Olivenöl
Saft einer Limette

Und los geht es:

Für den Pastateig mische das Mehl. In der Mitte formst du eine kleine Mulde und gib dorthin die Eigelbe. Mit einer Gabel das Eigelb aufschlagen und dann nach und nach das Mehl von den Seiten einarbeiten. Wenn die Zutaten etwas vermengt sind mit der Hand weitermachen und zu einem lockeren, gelben Teig verkneten. In Frischhaltefolie für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Sofern du lieber einen Pastateig ohne Ei möchtest, kannst du auch dieses Rezept nutzen: http://fraufritzsche.de/einfaches-pasta-grundrezept/

Die Paprika und Aubergine in kleine Stücke schneiden und in einer flachen Auflaufform auslegen. Die Kräuter kleinhacken und mit dem Saft der Zitrone, dem EL Öl verrühren. Anschließend gießt du den Saft über das Gemüse und stellst die Auflaufform in den bei 175 Grad vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene. Das Gemüse benötigt ca. 45 Minuten bis es richtig zart ist.

Den Rucola waschen, trocken tupfen und auf einem Teller anrichten. Die Sardinen oder Sardellen filetieren und waschen/trocken tupfen oder aus der Dose das Öl abschütten, abspülen und trocken tupfen. Den fertigen Fisch auf dem Rucola anrichten und mit einem Dressing aus Limettensaft und einem Spritzer Öl und den Kapern beträufeln.

Frisch geschnittene Spaghetti
Mit einer Pastamaschine ist es herrlich einfach und geht fix.

Den Topf für die Pasta mit Wasser auf den Herd stellen und gut salzen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und noch einmal gut durchkneten. Mit der Maschine wie gewohnt den Teig mehrmals durchkurbeln und mit dem Spaghettiaufsatz schneiden. Bei der Weiterverarbeitung per Hand achte darauf, dass du den Teig richtig dünn ausrollst und dann mit einem scharfen Messer/ Pastamesser schneiden. Wenn das Wasser kocht die Nudeln ein bis zwei Minuten kochen. Mit einem EL Nudelwasser und einem EL Ricotta die Nudeln vermischen und auf dem Teller anrichten. Den frisch gemahlenen Pfeffer darüber geben und mit etwas frisch geriebenen Peccorino bestreuen. Das Ofengemüse dazu anrichten und mit dem Salat servieren.

Die Zitronen und Limetten geben gemeinsam mit den frischen Kräutern einen sommerlichen Geschmack.

Spaghetti mit Peccorino
Du kannst das Ofengemüse natürlich auch als gesonderten Gang servieren.
Sardinen-Rucola-Salat
Auf dem Foto sind die Sardinen aus der Dose und mit den Limettensaft verschmischt. Inzwischen verwende ich möglichst die Version aus der Kühltheke.

Ein wertvolles Gericht für Sportler

Neben dem Kohlenhydratelieferant Pasta und dem gesunden, superkalorienarmen Ofengemüse bieten vor allem die Sardinen auf Rucola einiges für den Sportler:

Der Rucola enthält Beta-Carotin, Vitamine A und C, Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium und Folsäure.

Die Sardinen sind hohe Proteingeber. Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für Herz und Knochenwachstum und es stärkt das Immunsystem. Sardinen oder alternativ Sardellen sind in den südlichen Ländern Italien, Spanien und Frankreich Teil der Alltagsküche, günstig und daher häufig auf der Speisekarte zu finden. In Deutschland gilt der Fisch als Feinkost. An der Frischtheke ist er selten zu haben. Ich habe als gute Alternative in der Feinkostabteilung im Kühlregal frische Sardinen im guten Öl mariniert gefunden. Aber auch Sardinen aus der Dose kannst du bedenkenlos verwenden. Der Vorteil vom Fisch aus der Dose: er wird fangfrisch verarbeitet und zwar in der Jahreszeit, in der der Fisch regulär gefangen wird. Inzwischen gibt es zahlreiche Feinkostunternehmen, die hochwertige Fische mit feinstem Olivenöl in schmuckvolle Dosen verpacken. Und genau das ist wichtig: Verwende möglichst nicht die Sardine im billigsten Öl für 0,79 Euro. Für 1,99 Euro erhältst Du schon ein gutes MSC-Fang-Produkt. Die Preise nach oben sind übrigens offen und die Dosen sind teilweise begehrte Sammlerstücke.

Spaghetti mit Ofengemüse
Ein einfaches, bodenständiges Gericht, was mit der Zitronenmarinade leicht und nach Sommer schmeckt. Was für ein Gaumengenuß.

Dieses Rezept ist inspiriert von Jamie Oliver, allerdings von seinen Rezepten abgewandelt. Wenn dich die italienischen Rezepte von Jamie interessieren, bekommst du hier einen Einblick: https://www.jamieoliver.com/recipes/category/books/jamie-cooks-italy