Mit diesem Rezept bringst Du die bunten Farben und das Meer Sardiniens auf dem Teller mitten im deutschen Winter. Die sardische Küche ist eine einfache, bodenständige Küche. Sarden leben eher im Landesinneren und stehen noch heute für die Landwirtschaft ganz allgemein und im Besonderen für die Schaf- und Ziegenzucht. Vom Meer halten sie nicht so viel. Die Ernährung basiert daher eher auf Brot, Käse, Fleisch und Pasta. Aber inzwischen haben sie natürlich auch den Fischfang für sich entdeckt und bringen ihre Köstlichkeiten frisch auf den Teller. Dieses sardische Gericht kombiniert die eher schwere Pasta mit der Leichte des Fisches. Der karamellisierte Chicorée sorgt für Raffinesse und Abwechslung im Gericht. Das Wintergemüse Chicorée mit seinem bitterem Geschmack enthält viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Ich kannte es bisher nur als Salat, aber diese Variante hat mich völlig überzeugt und ich gebe das Rezept sehr gern an Dich weiter.

Typische sardische Pastasorten sind Fregola, Malloreddus und Culurgiones. Diesen jeweiligen Kunstwerken stehen jedoch in der Zukunft eigenen Blogbeiträge zu. Daher basiert dieses Rezept auf dem Pastagrundrezept.

Zutaten für zwei Portionen:

Für die Pasta:

80 g Mehl
80 g Hartweizengrieß
80 ml Wasser

Für die Beilage und Soße:

100g Garnelen
1 Bio-Zitrone
Kräuter (Majoran, Thymian, Rosmarin)
ein ½ Bund Lauchzwiebeln
½ rote Zwiebel
2 Chicorée
1 Tl Honig
1 EL Ricotta
150 g Artischocken

Bevor Du den Nudelteig ansetzt, mariniere die Garnelen mit dem Saft der Zitrone und den frischen Kräutern. Gegebenenfalls musst du die Garnelen natürlich vorher noch putzen und schälen. Die Marinade sollte schon eine Stunde ziehen.

Aus den Zutaten einen Pastateig machen und rund eine Stunde kaltstellen. Den Teig dünn ausrollen und mit einem Schnapsglas wie für Ravioli Teigstücke ausstechen. Die Teigstücke jeweils mit der Hand umschlagen. Damit es hält, leicht mit Wasser befeuchten und dann etwas lang ziehen. Aber natürlich kannst Du auch jede andere Form herstellen. Die Pasta braucht im kochenden Wasser zwei Minuten.

Die Zwiebeln jeweils schneiden, den gewaschenen Chicorée längs halbieren, dann vierteln und den Strunk herausschneiden. Achte dabei darauf, dass die Blätter dennoch zusammen bleiben.

Chicoree mit Garnelen im Topf
Die Garnelen braten mit dem bereits karamelisiertem Chicorèe

Für die Beilage die Zwiebeln kurz anbraten, dann den Chicorée dazu geben und mit dem Honig bei hoher Hitze in der Pfanne leicht karamellisieren. Im Anschluss daran die Artischocken hinzufügen und mit dem Ricotta verrühren. Das Ganze mit den Garnelen und der fertigen, gekochten Pasta vermengen.

Pasta mit Garnelen und Chicorée
Sardinien auf dem Tisch: Pasta mit Garnelen und Chicorée

Buon appetito mit dieser südländischen Nudelspezialität.